Der europäische Grüne Deal – Null-Schadstoff-Ziel und klimaneutral im Jahr 2050

Am 11. Dezember 2019 kündigte die Europäische Kommission ihre Absicht des europäischen „grünen Deals Mitteilung zum europäischen Grünen Deal an, in dem die „Verpflichtung zur Bewältigung klima- und umweltbezogener Herausforderungen“ neu formuliert wurde.

Neben anderen Aspekten des ehrgeizigen Plans schlägt die Kommission eine schadstofffreie Umwelt mit besserer Überwachung, Berichterstattung, Vorbeugung und Abhilfe bei der Luftverschmutzung vor.

In diesem Beitrag untersuchen wir, wie die Industrie, die Abgasreinigungstechnologien entwickelt und produziert der Kommission helfen kann, ihre Ziele der Null-Verschmutzung und der weiteren Reduktion von Treibhausgasemissionen zu erreichen. In diesem Kontext hat der AECC in einem offenen Schreiben an die Leitung der EU-Kommission seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit für reinere Luft bekundet.

Die Umweltverschmutzung durch Fahrzeuge wurde in Europa bereits seit der Einführung der ersten „Euro-Normen“ in den frühen 1990er Jahren erheblich reduziert. Fortlaufende Verordnungen haben dazu beigetragen, das Gesamtniveau der Emissionen bei leichten und schweren PKW und  Nutzfahrzeugen und Arbeitsmaschinen zu senken. Es muss allerdings noch mehr getan werden, um das Null-Schadstoffziel nicht nur bei neuen Fahrzeugen, sondern auch bei der Bestandsflotte, die schon auf der Straßen unterwegs ist, zu erreichen.

Null-Abgasemissionen sind  erreichbar, allerdings nicht über Nacht. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die Beteiligten zusammenarbeiten, um im Zuge der Weiterentwicklung der Technologie und des Marktes für emissionsfreie Fahrzeuge sicherzustellen, dass benötigte Neufahrzeuge mit nahezu emissionsfreien Verbrennungsmotoren zur Verfügung stehen.

Anhand wissenschaftlicher Daten hat der AECC bereits gezeigt, dass fortschrittliche Abgassysteme dazu beitragen können, dass Fahrzeuge unter allen Fahrbedingungen nahezu frei von Stickoxiden und Rußpartikeln sind. Auch andere Arbeiten haben  gezeigt, dass durch den Einsatz unterschiedlicher  Technologien  fortschrittlichen Katalysatoren als Teil eines Abgassystems nahezu Null-Emissionen erreicht werden können.

Da Otto- und Dieselmotoren noch mindestens in die 2030er Jahre einen großen Teil der Antriebsarten ausmachen werden, sei es in Form von Mild-, Voll- oder Plug-in-Hybridfahrzeugen, ist es für die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Europäer wichtig, dass diese fortschrittlichen Abgastechnologien in die nächsten Motorengenerationen übernommen werden. Diese würden künftige strengere Abgasnormen, wie im EU-Grünen Deal schon angekündigt, erfüllen können.

Es sind bereits Technologien zur Emissionskontrolle verfügbar, die für jedes Fahrzeug oder jede Maschine, unabhängig vom verwendeten Kraftstoff, in jedem möglichen Betriebszustand innerhalb definierter Grenzen niedrige Schadstoffemissionen ermöglichen. Dies wird die EU in ihrem Bestreben unterstützen, die Luftqualitätsnormen stärker an den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation auszurichten.

Durch die Verfügbarkeit nahezu emissionsfreier Otto- und Dieselfahrzeuge werden die Bürger in Europa Zugang zu einer breiten Palette von Fahrzeugen haben und in der Lage sein, das für sie geeignete Fahrzeug zu einem erschwinglichen Preis zu wählen.

Die Wahl zwischen verschiedenen Energiequellen – konventionelle Betankung an der Zapfsäule, elektrisches Aufladen oder eine Kombination aus beidem – gibt Verbrauchern die Möglichkeit, das für ihre Bedürfnisse und ihr Budget am besten geeignete Fahrzeug zu wählen. Bei gleichzeitig saubereren öffentlichen Nahverkehr wird die EU einen erfolgreichen und gerechten Übergang in eine nachhaltige Zukunft ermöglichen.

Die Produkte, die von der Katalysatorindustrie entwickelt wurden und gemeinsam mit den Fahrzeug-und Motorsystemen für eine größere Reinigungseffizienz sorgen, werden zu den benötigten Verbesserungen insbesondere im Transportsektor bei PKW, Lieferwagen, Lastwagen, Bussen und Baumaschinen beitragen. Dieser Fortschritt wird einen Beitrag zur Verringerung der Umweltverschmutzung in unseren Städten leisten. Direkte Treibhausgasemissionen von Fahrzeugen können auch mit der aktuellen Technologie und Betankungsinfrastruktur durch Verwendung alternativer und erneuerbarer Brennstoffe reduziert werden.

In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit politischen Entscheidungsträgern und Interessenvertretern der EU suchen der AECC und seine Mitglieder nach den besten Lösungen für saubere Mobilität in Europa. Viele davon sind jetzt verfügbar und können genutzt werden, um die im europäischen Grünen Deal dargelegten Ambitionen zu erreichen.

Am 24. Januar 2020 veröffentlichte der AECC einen offenen Brief an die EU-Kommission, um seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit für reinere Luft zu bekunden, sowie ein Positionspapier „Vision 2020 – 2025“ über die Bereitstellung sauberer, effizienter, bequemer und erschwinglicher Mobilität für alle europäischen Bürger